Mehr freier Markt und manchmal weniger Demokratie

Der Basler Ökonom René L. Frey singt das Lied der freien Marktwirtschaft in den höchsten Tönen. Geht es nach ihm, soll auch das Restmonopol der Schweizerischen Post für Briefe bis 50 Gramm fallen.

  • Der Basler Ökonom René L. Frei hält nicht viel von staatlichen Monopolen.
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Basel. – In der Schweiz dürfte es mehr freien Markt geben – und unter Umständen weniger Demokratie: Das ist die Stossrichtung, die René L. Frey verfolgt. Und der Basler Ökonom wird im Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag» auch konkret: «Durch mehr Markt wären weitere Verbesserungen möglich – Verbesserungen, die unter dem Gesichtspunkt des globalen Standortwettbewerbs wichtig sind. Wir haben immer noch Restbestände von staatlichen Monopolen, die gar nicht nötig sind», so Frey.

Post- und SBB-Politik im Visier

Zu den staatlichen Monopolen, die Frey ein Dorn im Auge sind, gehört die Schweizerische Post. «Das Restmonopol der Post für Briefe bis 50 Gramm zum Beispiel könnte man problemlos aufgeben», sagt er.

Auch bei den SBB sieht Frey Reformbedarf. Das Unternehmen sei zwar attraktiv, das Problem sei aber, «dass die Passagiere die Kosten nicht tragen».  Und das wiederum sei eine Folge der Bahnpolitik des Bundes. Freys Rezept: Die SBB sollen die Tarife erhöhen dürfen und der Preisüberwacher soll zurückgebunden werden. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 03.06.2012 08:30 Uhr
  • Webcode: 38053
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