Unvorhergesehene Hindernisse: Tunnelbohrer «Isabelle» steht nach 74 Metern still

ZUG ⋅ Zeitgleich mit dem Tunnelbau für die neue Meteorwasserleitung der Stadt Zug begann das Zuger Energieversorgungsunternehmen WWZ mit dem Bau des 100-Millionen-Franken-Projekts Circulago. Nun wurde die Tunnelbohrmaschine überraschend gestoppt.

06. Oktober 2017, 17:45

Nachdem eine erste Tunnelbohrung mit der Tunnelbohrmaschine «Isabelle» vom Aabachkreisel bis zum Zielschacht beim Alpenquai gemäss Mitteilung der WWZ erfolgreich erstellt werden konnte, sei die zweite Bohrung nach 74 Meter zum Stillstand gekommen. Grund dafür seien mehrere Ankerseile, die vom Bau der kantonalen Gebäude im Strassenbereich zur damaligen Baugrubensicherung eingesetzt worden sind.

Die Ankerseile bewirkten eine Verstopfung im Bohrkopf. Unterirdisch konnten die Seilreste trotz mehrerer Versuche nicht entfernt werden. Dementsprechend muss eine sieben Meter tiefe Bergungsgrube den Bohrkopf aus dem Erdreich bergen, um diesen wieder betriebsfähig in Stand zu stellen.

Mit dem Bau der Bergungsgrube werden gemäss WWZ zeitgleich drei noch vor dem Bohrkopf liegende Anker aus der geplanten Linienführung entfernt. Die Bauarbeiten in der Aabachstrasse werden Mitte nächster Woche beginnen und dauern voraussichtlich bis Anfangs November. WWZ-CEO Andreas Widmer bedaure die in diesem Zusammenhang entstehenden Lärmemissionen und Verkehrsbehinderungen und bittet die Zuger Bevölkerung um Verständnis.

100-Millionen-Franken-Projekt

Ziel des Projekts Circulago ist die Versorgung der Stadt Zug und Baar-Süd mit umweltfreundlicher Wärme- und Kälteenergie. Gewonnen wird diese aus dem Zugersee. Die WWZ bohren eigene Tunnel auf der Strecke vom See bis zur Kreuzung Gotthardstrasse/Industriestrasse. Einen gemeinsamen Tunnel treiben die WWZ und Stadt von dort in Richtung Norden zur V-Zug. 

pd/zfo


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