Kriens bessert Jahresrechnung auf ein «Mini-Minus» auf

GEMEINDEFINANZEN ⋅ 1,7 Millionen Franken besser als erwartet hat die Jahresrechnung 2017 der Luzerner Gemeinde Kriens abgeschlossen. Unter dem Strich bleibt ein Minus von 300'000 Franken. Ab 2019 sollen die Zahlen dann wieder schwarz sein.

17. April 2018, 11:00

Der Gesamtaufwand des Haushalts belief sich auf 191 Millionen Franken, wie die Gemeinde am Dienstag mitteilte. Das Defizit bezeichnete sie als «Mini-Minus» angesichts der Tatsache, dass im Budget ein Mehraufwand von 1,962 Millionen Franken vorgesehen war.

Zur «roten Null» trugen verschiedene Faktoren bei, etwa ein nicht budgetierter Kantonsbeitrag über 685'000 Franken aus dem Topf der Motorfahrzeugsteuern, um 1 Million Franken höhere Erträge aus den Sondersteuern, um 500'000 Franken tiefere Ausgaben bei der sozialen Wohlfahrt und eine einmalige Zahlung von 4 Millionen Franken als Folge der Verselbständigung der Heime Kriens.

Nicht zufrieden äusserte sich der Gemeinderat mit der Entwicklung der Steuererträge. Diese beliefen sich auf knapp 71 Millionen Franken und fielen um 2,83 Millionen Franken geringer aus als budgetiert. Auch im Vergleich zum Vorjahr resultierte ein Rückgang.

Zurückzuführen sei dies auf die Bevölkerungsentwicklung. Kriens hatte nämlich mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet - allerdings nahm die Bevölkerungszahl um 0,4 Prozent ab. Die Zunahme des Steuersubstrats dürfte sich lediglich verzögern, da im laufenden und im nächsten Jahr in Kriens gegen 1000 neue Wohnungen auf den Markt kommen.

Die Investitionsrechnung schliesst mit einem Nettoaufwand von 25,9 Millionen Franken. Es wurden netto 14,9 Millionen Franken weniger investiert als budgetiert.

Der Gemeinderat sieht sich in den Bemühungen zu gesunden Gemeindefinanzen auf Kurs, den er mit einem Mehrjahresplan verfolgt. Demnach soll Kriens ab 2019 wieder schwarze Zahlen schreiben und mit den Erträgen die zwischenzeitlich angestiegene Fremdverschuldung reduzieren.

(sda)


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