Vergewaltigungen: Suche nach den Tätern läuft weiter

EMMEN / KRIENS ⋅ Der Vierfachmord im aargauischen Rupperswil wurde jüngst aufgeklärt, der mutmassliche Täter ermittelt. Im Kanton Luzern wartet man hingegen noch auf Fahndungserfolge in den Fällen «Emmen» und «Kriens», die ebenso für Schlagzeilen sorgten.

19. Mai 2016, 08:23

«Die Ermittlungen laufen», sagt Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, über den aktuellen Stand der Dinge.

Massentest nicht abgeschlossen

Um die Vergewaltigung einer jungen Frau in Emmen im Juli 2015 aufzuklären, wurden bekanntlich 371 Männer zur Abgabe ihrer DNA-Probe aufgefordert. Nach wie vor sind einzelne Speichelabstriche ausstehend. Kopp erklärt: «Diese Personen leben im Ausland. Die Erhebung deren DNA ist über die internationale Rechtshilfe abzuwickeln – dies ist oft ein langer und teils beschwerlicher Weg.» Zudem arbeiten die Untersuchungsbehörden an der Auswertung der Handydaten, so Kopp. «Auch dieser Prozess ist aufwendig und dauert seine Zeit.»

Im Fall der 18-jährigen Australierin, die am frühen Ostersonntag 2016 gemäss ihrer Aussage im Krienser Industriegebiet in einem als Taxi gekennzeichneten Auto vergewaltigt wurde, gibt die Staatsanwaltschaft keine Untersuchungsdetails bekannt. «Wir möchten die Täterschaft nicht über den Stand unseres Wissens informieren. Wir befinden uns in diesem Fall in einer wichtigen Ermittlungsphase, die eine gewisse Verschwiegenheit gegenüber der Öffentlichkeit bedingt», sagt Simon Kopp.

Niels Jost
 


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