Als Säumer in Uri unterwegs: Neues Schulprojekt der Albert Koechlin Stiftung

ZENTRALSCHWEIZ ⋅ Rund hundert Schulklassen aus der Zentralschweiz können in den nächsten vier Jahren als Säumer Richtung Gotthard ziehen und so Wissenswertes über Handel und Verkehr erfahren. Finanziert werden die jeweils zweitägigen Anlässe von der Albert Koechlin Stiftung (AKS).

16. April 2018, 11:30

Von dem neuen Angebot profitieren können 4. Primarklassen aus den Kantonen Luzern, Schwyz,, Uri, Ob- und Nidwalden. Für das neue Projekt wurde ein Lehrmittel erarbeitet, das auf den Lehrplan 21 abgestimmt ist.

Der Handel und Verkehr seien für das Urner Reusstal prägend gewesen, teilte die AKS am Montag mit. Die Transportmittel, die Transportgeschwindigkeit und das Transportvolumen hätten sich aber über Generationen verändert. Dies könnten die Schulklassen über eigene Erfahrungen lernen.

Das Zweitagesprogramm startet in Erstfeld. Nach dem Besuch bei SBB Historic, wo alte Lokomotiven zu sehen sind, müssen die Schulklassen einen beladenen Leiterwagen mit eigener Muskelkraft bergwärts ziehen. Übernachtet wird in einer inszenierten Sust, wo es gilt, den Saumzug für den zweiten Tag vorzubereiten. An diesem ziehen die Kinder dann mit zwei beladenen Mauleseln bis nach Silenen.

Das Programm war im Herbst 2017 mit drei Pilotklassen geprüft worden. Am 16. April startet die regelmässige Durchführung. Das Erlebnisprogramm findet während vier Jahren in den Schulwochen zwischen den Oster- und Herbstferien statt. Für die Schulklassen ist das Angebot kostenlos. Dieses wird von der AKS finanziert. (sda)


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