Wendy Holdener fehlten fünf Hundertstel für Slalom-Gold

OLYMPIA ⋅ Jubel im Ybrig: Wendy Holdener holt an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Silbermedaille im Slalom. Um ein Haar hätte es für Gold gereicht. Es war ganz knapp. Die spannende Entscheidung im Video.

Aktualisiert: 
16.02.2018, 06:00
16. Februar 2018, 06:23

Wendy Holdener startete als Topplatzierte in den zweiten Lauf, vor Frida Hansdotter. Der Schwedin gelang aber ein nahezu perfekter zweiter Durchgang. Holdener fehlten schliesslich äusserst knappe fünf Hundertstel für Gold.

Das Slalompodest: Frida Hansdotter gewinnt Gold, Wendy Holdener Silber und Katharina Gallhuber Bronze. Die Amerikanerin Mikaela Shiffrin verpasst das Podest und wird Vierte. Aus Shiffrins Lager sickerte die Meldung durch, die Top-Favoritin sei erkrankt angetreten.

«Ich freue mich riesig über die Medaile. Ich habe gerade Silber an den Olympischen Spielen gewonnen. Das passiert nicht alle Tage», sagte Holdener gleich nach dem Wettkampf im Interview. Frida Hansdotter durfte sich über ihre erste Medaille an Olympischen Spielen freuen - und es wurde gleich die goldene Auszeichnung. Als bisher einzige Schwedin hatte zuvor Anja Pärson 2006 Gold im Slalom gewonnen.

Zweite war Wendy Holdener schon oft, aber in Südkorea erreichte sie einen 2. Platz, der sie sicher mehr freuen wird als die vielen Ehrenplatzierungen im Weltcup. Holdener ist die erste Schweizerin seit Vreni Schneider vor 24 Jahren, die im Slalom der Frauen wieder eine Olympia-Medaille gewinnt.

Die beiden Engelbergerinnen Denise Feierabend und Michelle Gisin hatten ihre Chancen schon im ersten Lauf eingebüsst. Im zweiten Durchgang gelang insbesondere Feierabend eine klare Steigerung. Sie verbesserte sich vom 24. in den 14.Schlussrang, Gisin rückte vom 18. auf den 16. Platz. gh/sda


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