Wo man momentan auch hinschaut - überall sind Artikel über die
Abzockerinitiative zu lesen. Dabei geht ganz vergessen, dass wir am 3. März
über zwei weitere Vorlagen abstimmen, denen noch viel mehr Aufmerksamkeit zu
gebühren wäre.
Der Familienartikel, welcher aus CVP-Kreisen, also aus der selbst ernannten
Familienpartei, stammt, ist eine Vorlage, die auf den ersten Blick
zugegebenermassen gut aussieht. Schaut man jedoch genauer hin, so bemerkt man,
dass die Vorlage die Familien verstaatlichen möchte. Die Familien wissen
selbst, was gut für sie und ihre Kinder ist! Dafür braucht es keine
Bevormundung des Staates.
Das grösste Problem dieser Vorlage ist aber, dass von Förderung der Familien
durch den Staat gesprochen wird, über die Finanzierung davon ist allerdings
nichts zu lesen! Berechnungen haben ergeben, dass sich die Kosten bei Annahme
des Familienartikels auf jährlich 12 Milliarden (!) Schweizerfranken belaufen
würden. Mit dieser Vorlage kauft man die Katze im Sack.
Gemäss einer Studie werden 70% der Kinder in den ersten drei Lebensjahren
durchschnittlich an zwei Wochentagen fremdbetreut. Genau dies zeigt, dass es
keine Verfassungsgrundlage braucht, welche die Vielfältigkeit und das grosse
private Engagement von Grosseltern, Unternehmen und sonstigen Freiwilligen
zerstören würde.
Bedenken Sie, dass ein Nein zum Familienartikel kein Nein zur externen
Kinderbetreuung ist! Ein Nein zum Familienartikel ist aber die Ablehnung von
horrenden und übermässigen Ausgaben, welche mit Sicherheit wieder über
Steuererhöhungen abgewälzt werden würden.
Lukas Wilhelm, Kassier Junge SVP Kanton Schwyz, Steinen
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