25.01.2015 00:20 | 0 Kommentare

So weit musste es kommen

Im Bote der Urschweiz vom 23. Januar 2015 erschien der Artikel
"Einheimische müssen Asylbewerbern weichen". Bereits in mehreren
anderen Kantonen wurden solche Fälle bekannt und in den nationalen Medien
jeweils davon berichtet. Es war zu erwarten, dass es auch im Kanton Schwyz dazu
kommen wird. Dennoch enttäuscht mich ein solcher Entscheid und bringt zugleich
eine gewisse Wut mit sich.

Dass die Schweiz die Asylpolitik seit einigen Jahren nicht mehr im Griff hat,
ist bekannt. Trotzdem hätte es nie soweit kommen müssen, ja gar dürfen! In
der Schweiz wurden im vergangenen Jahr knapp 24'000 Asylgesuche gestellt.
Hätten wir vier bis fünf geschlossene Asylzentren, so könnten die einzelnen
Asylgesuche in zwei Monaten entschieden werden. Anschliessend würden die
anerkannten Flüchtlinge auf die Kantone und Gemeinden verteilt und die
abgelehnten in ihre Heimat zurückgeführt.

Dass nun unter anderen erneut das Muotathal für das Chaos in der Asylpolitik
bluten muss, ist unakzeptabel. Mit dem Durchgangszentrum Grünenwald wurde von
der Gemeinde Muotathal sehr viel für die Schweizer Flüchtlingspolitik getan.
Die Gemeinde selber kann nichts dafür, dass ein Bewohner, der seit 63 Jahren
eine Wohnung im Besitze der Gemeinde bewohnt hat nun ausziehen muss. Schuld
daran ist die katastrophale und unkonsequente Asylpolitik des Bundes. Für die
steigenden Asylzahlen kann er nichts dafür, für die zunehmende Belastung des
Schweizer Volks aber schon.

Es braucht konsequente und klare Umsetzungen in der Schweizer
Flüchtlingspolitik. Bald sind Wahlen - das ist unsere Chance!

Lukas Wilhelm, Steinen

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21.01.2015 22:07 | 0 Kommentare

Im Bote vom Dienstag, dem 20. Januar, war im Artikel «Verrat: Rote Köpfe wegen
neuem Schwyzer Wahlsystem» zu lesen, dass Xaver Schuler Andy Tschümperlin
Verrat vorwirft, weil er in Bern gegen das Majorz-Verfahren redete. Es ist nun
fraglich, ob Herr Schuler einfach vergessen hat, dass Andy Tschümperlin der
Partei mit einem V weniger angehört, oder dass es ausser seiner eigenen auch
noch andere Parteien und, welch ein Schreck, andere Meinungen gibt. Mit dem
plumpen Vorwurf von Verrat jedenfalls zeigt er, wie er mit Andersdenkenden
umgeht.
Ein interessantes Müsterchen aus der Geschichte der Schwyzer SVP zeigt
übrigens, wie sie bei einer ähnlichen Abstimmung um das Wahlrecht im Jahr 1985
als damals-Minderheitenpartei durchaus für das Proporzverfahren waren. Aber es
ist natürlich klar, dass ein gewählter Politiker, der öffentlich erklärt,
dass ihm das Proporz-Wahlverfahren zu komplex ist, solche Sachen gerne vergisst.
Genau so klar ist übrigens, dass er nicht selber die Stimmen auswerten muss,
sondern dass das die zuständigen Behörden gerne für ihn übernehmen.

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20.01.2015 08:12 | 0 Kommentare

Aenderung des Wahlverfahrens

Das Theater um den doppelten Pukelsheim hatten wir in Nidwalden auch schon! Mit
aller Gewalt versuchen Parteien und der Bund das Majorzwahlsystem abzuschaffen.
Nicht verfassungskonform und unfair sei es. Wir haben uns von solchen Sprüchen
blenden lassen und das Verfahren nach Doppeltem Pukelsheim eingeführt. Wie sich
heute zeigt: ein grosser Fehler! Wie haben sich die Wähler die Augen gerieben,
als sie plötzlich merkten, dass Parteistimmen wichtiger sind als die Köpfe,
welche wir gerne im Parlament gesehen hätten. Parteifilz kommt vor
Fachkompentenz.
Es ist schon klar, dass sich vor allem Links-Grün am Systemwechsel festkrallt.
Es könnte ja der eine oder andere Parlamentssitz zu ihnen hin verschoben
werden. Die Argumentation der Majorz widerspreche den Grundrechten der
Verfassung greift jedenfalls nicht. Ist es denn nicht auch ein Grundrecht, dass
sich jeder zur Wahl stellen kann, unabhängig davon, ob er in einer Partei ist
oder nicht? Da dies beim Pukelsheim für Parteilose nicht mehr möglich ist,
könnte man dessen Verfassungskonformität durchaus auch hinterfragen.
Ich kann den Schwyzern nur von einem Wechsel zum Doppelten Pukelsheim abraten.
Das System ist engstirnig und unterstützt Parteimauscheleien. Es ist eine
Illusion zu glauben die Wahlen wären so fairer. Ich persönlich würde lieber
Köpfe wählen, als Parteifarben. Denen vertraue ich mehr.
Vielleicht sieht das die Schwyzer Bevölkerung ja auch so.

Wäli Kammermann, Dallenwil

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12.01.2015 13:21 | 0 Kommentare

Nicht Weihbischof sondern Erzbischof

Nicht Weih- sondern Erzbischof
Am letzten Donnerstag wurde im Boten der Urschweiz die Ernennung des ehemaligen
Schweizer Nuntius Karl-Josef Rauber zum Kardinal erwähnt. Dabei wurde der
ehemalige Churer Diözesanbischof und nun Erzbischof Wolfgang Haas von
Liechtenstein als Weihbischof bezeichnet. Das ist er seit der Errichtung des
Erzbistums Liechtensteins im Jahr 1997 nicht mehr. Als Weihbischof mit
Nachfolgerecht wurde er auf Ansinnen des damaligen Churer Bischofs Johannes
Vonderach ernannt. Damit wurde das Wahlrecht des Churer Domkapitels umgangen und
Wolfgang Haas nach dem Rücktritt von Johannes Vonderach automatisch Bischof von
Chur. Wenn nun Karl-Josef Rauber die Wegbeförderung ins Liechtenstein als eine
gute Lösung bezeichnet, bin ich ganz andrer Meinung. Mit seiner engen und
klerikalen Haltung hat Erzbischof Wolfgang Haas in Liechtenstein grossen Schaden
angerichtet. Nur noch ihm treue Priester, auch aus den Nachbarländern, setzt er
ein. Nicht geweihte Theologinnen und Thelogen im pastoralen Einsatz gibt es
keine mehr und ein grosser Teil der noch an der Kirche interessierten Gläubigen
hat sich längst abgewandt. Auch als Nuntius hätte ich Wolfgang Haas nicht
gesehen, sondern eher als Priester in einer Pfarrei, wenn festgestellt werden
musste, dass er seiner Aufgabe als Bischof nicht gewachsen war.
Eugen Koller, Theologe des Bistums Chur, Luzern

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01.01.2015 14:56 | 0 Kommentare

Alle Jahre wieder !!!!!!!!

Ich frage mich, wieso es die Stoosbahn und die Auto AG fertig
bringen immer am Neujahrsmorgen zwischen 2 Uhr und 4 Uhr
100 bis 200 Personen im Schlattli nach Extrafahrten vom Stoos
einfach stehen zu lassen.Für die Auto AG,die sich immer brüstet einen guten
Service Puplik zu haben, müsste es doch
kein Problem sein für diese Zeit einen Extrabus einzusetzen.
Für 5 Franken vom Schlattli bis Schwyz Post und Seewen Bhf
gefahren zu werden, dafür wären viele dankbar anstatt in der Kälte stehen
gelassen zu werden. Zur Talstation im Schlattli
werden sie ja auch von der Auto AG gebracht oder !!!!!!
Cesar Camenzind
Gersau

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27.12.2014 11:22 | 0 Kommentare

Ist Schwyz Tourismus noch zeitgemäss?

Beim Lesen des Samstagsgesprächs mit Monika Müller und ihrer Forderung nach
mehr Geld, wähnte ich mich in einem falschen Film und fragte mich, ob Schwyz
Tourismus überhaupt noch zeitgemäss ist. In Anbetracht des digitalen
Einheitsbreis und fast identischen Webseiten bei „Tourismus Schwyz“ „Info
Schwyz“, Swiss Knife Valley“, „Brunnen Tourismus“, etc. liegt der
Verdacht nahe, dass die Koordination total aus dem Ruder gelaufen ist. Wer
braucht für den Talkessel Schwyz vier praktisch identische Vehikel, die nicht
einmal für das mobile Internet optimiert sind?

Ein Umdenken im Tourismus tut Not und die Vereinsmeierei sollte langsam aber
sicher ad acta gelegt werden, da sie nur noch dem Ego der Organisationen dient.
Vielmehr sollten sich die Touristiker in die Lage des Gastes versetzen und
Angebote aus dessen Sicht kreieren. Individualität ist wichtiger denn je und
entscheidet, ob ein Angebot angenommen wird oder nicht.

Jeder Tourismus-Betrieb hat heute die Möglichkeit, seine Angebote gezielt und
individuell über Internet zu platzieren und das (noch) zu sehr günstigen
Konditionen. Internet-Marketing muss wieder zur Chefsache erklärt werden und
darf nicht einfach an Vereine und Organisationen delegiert werden.

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28.11.2014 17:49 | 0 Kommentare

Umfahrungstunnel

Jetzt Reichts!

Der Bundesrat versprach den Bewohnern von Sisikon einen Umfahrungstunnel. Im
Wesentlichen wird die Neue Axenstrasse aus dem knapp 2,9 Kilometer langen
Morschacher Tunnel im Norden und dem rund 4,4 Kilometer langen Sisikoner Tunnel
im Süden bestehen. 2017 sollte der Bau beginnen und 2025 fertig sein. Denn die
Axenstrasse ist eine sehr stark befahrene Strasse. Sie ist aber nicht unbedingt
eine sichere Strasse, denn sie ist Steinschlag gefährdet. Ausserdem könnte man
mit einem Umfahrungstunnel den Verkehr besser fliessen lassen und die bestehende
Axenstrasse sanieren. Doch es gab 20 Einsprachen, die dieses Bauvorhaben
verhindern oder sicher hinauszögern. Für mich als ein Bewohner von Sisikon ist
das völlig unnachvollziehbar. Dieser Tunnel bringt nur Vorteile. Die Bewohner
von Sisikon müssten nur einmal 10 Minuten die ganze Strasse blockieren und man
hätte schon einen riesigen Stau! Ausserdem gibt es regelmässig Stau wegen
Unfällen. Manchmal muss man auch sehr lange warten bis man aus einer
Nebenstrasse des Dorfes in die Hauptstrasse gelangen will. Man ist darauf
angewiesen, dass die Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen, vielen Dank denen,
die das tun! Andrin Zwyssig, 19 Jahre.

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17.11.2014 09:58 | 0 Kommentare

Ecopop gut oder böse, oder…..

Die Ecopop-Initiative wird von den meisten Parteien abgelehnt. Trotzdem scheint
man, aufgrund der letzten Abstimmungen, unsicher über deren Ausgang zu sein.
Man fürchtet das Volk. Linke sprechen von Egopop, was bedeutet, dass Leute die
für Ecopop sind, egoistisch denken: Die reichen Schweizer wollen mit den Armen
aus anderen Ländern nicht teilen. Sie wollen sich Ellenbogenfreiheit
verschaffen. Vielleicht könnten auch die Arbeitsbedingungen unter Druck
geraten. Rechte befürchten, dass die Wirtschaft leidet: Zuwenig Arbeitskräfte,
schlechte Beziehungen zum Ausland, schmale Gewinne, Auslagerung von Firmen.
Befürworter denken, dass zuviel gebaut wird, zu enge Verhältnisse herrschen
und dadurch Mensch und Umwelt leidet. Sie wollen diesen Prozess aufhalten.
Das befremdende an der ganzen Debatte ist das Gut- oder Bösedenken. Ob die
konkrete Vorlage halten kann, was sie verspricht oder grossen Schaden anrichtet,
ist schlussendlich Abwägungssache, so wie es in den meisten politischen
Entscheidungen der Fall ist. Ein Denken, dass der Einfältigkeit gewidmet ist,
und die Bedenken vieler Menschen ignoriert, nützt nichts. Der Mensch hat das
Bedürfnis nach Kontakt, Austausch, gemeinsamen Unternehmungen; aber auch nach
Natur, Freiraum und Ruhe. Je enger Menschen zusammenleben, desto kleiner werden
seine Entfaltungsmöglichkeiten und desto häufiger entwickeln sich Konflikte,
die nicht immer konstruktiv ausgetragen werden. Selbst in der Tierhaltung werden
diese Erkenntnisse immer deutlicher, doch der Mensch soll Einengung bedenkenlos
hinnehmen, weil er sonst zu den „Bösen“ zählt. Der „Gute“ teilt, ist
offen für alles und immer einverstanden, wenn ihm geschadet wird – welch
seltsames Weltbild! In Ecopop drücken sich nicht primär Egoismus und falsche
Ängste aus, sondern zutiefst wichtige Bedürfnisse des Menschen. Deshalb ist es
absolut nötig, über dieses Einfältige „Gut- oder Bösedenken“
hinauszuschauen. Ecopop ist vielleicht gegenwärtig der falsche Weg, aber in
seinem Anliegen nicht falsch. Das politisch einfältige Denken im Links- und
Rechtsschema, ist nur sehr bedingt hilfreich. Ich möchte meine Zukunft
jedenfalls nicht in die Hände der einen oder der anderen legen. Das Problem der
heutigen Politik ist, dass sie immer in der Gegenwart verharrt und nur eine
Verstellung hat, wohin man nicht will. Nötig ist aber eine Vorstellung wohin
mal will, und wie man das erreicht. Visionen fehlen, die das bestmögliche Wohl
aller anstreben. Leider gilt das nicht nur für die Schweiz!

Markus Market, Einsiedeln

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07.11.2014 09:47 | 0 Kommentare

Pauschalbesteuerungsinitiative

Für eine faire Steuerpolitik!

Nach der intensiven Debatte über die miserablen Kantonsfinanzen vor den letzten
Abstimmungen wurde die Steuergesetzrevision glücklicherweise angenommen. Dies
war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir langfristig die
Finanzen im Kanton Schwyz im Gleichgewicht halten wollen, braucht es Massnahmen
gegen die extreme Privilegierung, die Superreiche im Moment erfahren. Eine
solche Massnahme ist die Annahme der Pauschalbesteuerungsinitiative. Erfahrungen
aus dem Kanton Zürich zeigen, dass sogar bei Wegzug der Hälfte der Besteuerten
die Einnahmen noch steigen. Zudem: ein Wegzug aus dem Kanton Zürich in den
Kanton Schwyz, wie es in vielen Fällen passiert ist, ist sehr viel leichter
getan, als ein Wegzug nach Singapur oder auf die Cayman Islands. Setzen wir ein
Zeichen gegen die Steuerprivilegien reicher Ausländer und für eine gesunde und
faire Steuerpolitik im Kanton!

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05.11.2014 22:14 | 0 Kommentare

Bezirksratswahlen Küssnacht

Unsere Stimme gehört Petra Gamma

Wir haben Petra Gamma als natürliche und weltoffene Frau kennen gelernt. Ihre
liberalen Haltung und das grosse und langjährige Engagement für die Kinder und
Eltern in unserem Bezirk beeindruckt uns. Eine Frau, die wichtige Erfahrungen in
Bezirksrat einbringen kann und mit Ihrer Sachlichkeit jedem Team gut tut.

Hanspeter Kennel glp - Grünliberale Küssnacht

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24.10.2014 20:45 | 0 Kommentare

Ausland-Meldungen

Warum hört man kein Sterbenswörtchen über wichtige, politische Ereignisse in
den Zeitungen, wie z.B. die eben zu Ende gegangenen Präsidentschafts- und
Parlamentswahlen in Moçambique oder anderen Ländern, die nicht im Fokus der
westlichen Welt liegen? Mich würden solche Berichte viel mehr interessieren,
als: George Cloony hatte den Schluckauf oder Angelina Jolie wechselte die
Modemarke!

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27.09.2014 09:33 | 0 Kommentare

Mythencenter Kantonalbank

Ist dass noch Kundenfreundlich?

Die beiden Bank-Filialen in Seewen und Ibach haben zu gemacht.

Im Center wurde der alte Schalter geschlossen und am Haupteingang einer neuer
Bankschalter eröffnet aber mit nur einem Bedienungsschalter meine Frage ist
wieso nur ein Schalter? Center wird immer grösser ich kann mir gut vorstellen
das es an Samstagen oder vor Feiertagen zu grösseren Warteschlangen kommen kann
und ich bin sicher das können auch die Automaten nicht lösen!

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15.09.2014 07:35 | 0 Kommentare

Einheitskasse

Bei der Volksabstimmung am 28. September werde ich die Einheitskassen Initiative
mit voller Überzeugung ablehnen. Ich tue dies aus folgenden drei Gründen:
Erstens will ich auf meine Wahlfreiheit nicht verzichten. Wenn ich unzufrieden
mit der Leistung meiner Krankenkasse bin, will ich meinen Anbieter wechseln
können. Zweitens glaube ich nicht, dass eine Einheitskasse tiefere Prämien
bringt. Die Versprechungen der Initianten sind illusorisch. Drittens befürworte
ich den Wettbewerb unter den verschiedenen Krankenkassenanbietern sehr. Dadurch
werden die Krankenkassenanbieter motiviert, für ihre Versicherten eine gute
Leistung zu bringen. Dies fördert die Qualität unseres Gesundheitssystems.

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30.08.2014 22:43 | 0 Kommentare

Miss Zentralschweizwahlen

Liebe Leserinnen und Leser
Bald finden wieder die Miss-Zentralschweiz Wahlen statt. Momentan sind 10
Finalistinnen die um den begehrten Titel kämpfen im Rennen. Ich bitte euch die
Urschweizer Kandidatinnen zu unterstützen. Zeigen wir unseren Urschweizer Stolz
und voten sie an die Spitze. Darum senden sie bitte eine SMS mit dem Text:
miss05 an die Nummer 880 und Unterstützen sie mit mir Antonia Görtz damit sie
möglichst weit nach vorne kommt.
Geben wir zusammen Gas und bringen sie an die Spitze!!!

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27.08.2014 09:29 | 0 Kommentare

Leserbrief zum Artikel «Viele Gegner wollen sich nicht outen» vom 27. August
2014

Interessant wie das bürgerliche Komitee die Namen seiner Mitglieder nicht
preisgeben wollte! Es scheint fast, als trauten sie sich nicht, hinter dem
Referendum zu stehen, das sie selbst angezettelt haben. Zudem muss wohl auch
genügend Geld da sein, um ein arrogantes Inserat zu platzieren, statt mit Herrn
Vercellone einen Termin für ein ergänzendes Interview auszumachen. Diese
undurchsichtige Vorgehensweise kommt mir doch reichlich verdächtig vor. Gibt es
in dem Komitee etwas zu verstecken? Warum ist die FDP so übermässig darin
vertreten? Hat die Schwyzer Bevölkerung gemerkt, dass das Referendum noch viel
schlimmere Folgen nach sich ziehen wird, falls es durchkommt? Es bleibt zu
hoffen.
Aber noch einmal zu Roman Webers Medienscheuheit: Es ist möglich, dass Herr
Weber schon lange keine Zeitung mehr in die Finger genommen hat, wahrscheinlich
auch aus «beruflichen Gründen». Das ist zumindest eine der einzigen
Erklärungen, die mir einfällt, warum er es frech findet, dass er zu einem
Referendum, über das in etwa einem Monat abgestimmt wird, und das er selber
verbrochen hat, von den Medien befragt werden soll. Vielleicht aber arbeitet er
auch 20 Stunden am Tag in einem tiefen Bergwerkstollen, wo er einfach keinen
Internetempfang hat, man weiss es nicht so genau.
Was bleibt also? Ein brandgefährliches Referendum, das mit verdrehten Tatsachen
beworben wurde und wird, ein Komitee, das nicht mehr so heisst, wie während der
Sammelphase, Mitglieder, die aus Angst vor «Medienschelte» nicht bekannt sein
wollen und ein Gesicht der ganzen Kampagne, das nicht in der Zeitung erscheinen
will. Erscheint das nicht reichlich seltsam?

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21.08.2014 06:32 | 0 Kommentare

In den letzten Wochen vor der Abstimmung über die öffentliche Krankenkasse
melden sich Befürworter und Gegner der Vorlage regelmässig zu Wort. Nachdem
ich die Argumente beider Seiten aufmerksam verfolgt habe, ist für mich klar,
dass ich die Einheitskasse entschieden ablehne. Dies tue ich hauptsächlich aus
zwei Gründen. Erstens befürworte ich den Wettbewerb zwischen den verschiedenen
Krankenkassenanbietern, welchen wir heute haben, sehr. Dieser motiviert die
Anbieter, für ihre Kunden möglichst gute Leistungen zu erbringen. Bin ich mit
meiner Versicherung unzufrieden, kann ich sie jederzeit wechseln und zwar
unabhängig von meinem Gesundheitszustand. Auf diese Wahlfreiheit will ich nicht
verzichten. Zweitens glaube ich nicht, dass eine Einheitskasse zu tieferen
Krankenkassenprämien führt. Im Gegenteil fürchte ich sogar, dass dadurch die
Verwaltungskosten noch steigen, denn zentralisierte Bürokratien neigen häufig
zu Ineffizienzen. Das versprochene Sparpotenzial halte ich für absolut
illusorisch.
Zwar ist das heutige Gesundheitssystem für die Versicherten nicht billig.
Jedoch sind die Kosten gedeckt und die Finanzierung ist sichergestellt. Mir ist
das heutige Gesundheitssystem mit Wahlfreiheit, Wettbewerb und staatlicher
Absicherung viel lieber als ein Wechsel zu einer Einheitskasse mit
unrealistischen Versprechungen. Deshalb werde ich am 28. September überzeugt
die Volksinitiative für eine öffentliche Krankenkasse ablehnen.

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12.08.2014 06:25 | 0 Kommentare

Vollgeld

Vollgeld-Initiative jetzt unterschreiben

Es ist Zeit für ein moderneres Geldsystem! Ein verbessertes Geldsystem im
Dienste der Gesellschaft. Ein Geldsystem, welches den Arbeitnehmenden und den
Unternehmern in der Realwirtschaft dient. Eine kleine Anpassung mit grosser
Wirkung. Die Fehlanreize zur masslosen Giralgeldschöpfung und die einseitigen
Vorteile der Banken gegenüber anderen Unternehmen werden eliminiert. Das hart
erarbeitete Geld der Sparer wird sicherer und kann vom
„Finanz-Casino-Kapitalismus“ getrennt werden. Vor über hundert Jahren
verboten die Schweizer den Banken, Papiergeld zu drucken, weil die Gelderzeugung
der Obhut des Bundes entglitten war und die Geldmenge aus dem Ruder lief. Aus
denselben Gründen muss heute die übermässige Herstellung von elektronischem
Geld durch die Banken gestoppt werden. Vollgeld hat grosse Vorteile: der
Schweizer Franken wird zum sichersten Geld der Welt, Finanzblasen und Inflation
werden verhindert und die Geldschöpfung kommt wieder uns Bürgerinnen und
Bürger zugute, jährlich um einige Milliarden. Vollgeld ist genial und swiss!

Leo Camenzind, Ingenbohl-Brunnen

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19.07.2014 11:31 | 0 Kommentare

NFA Unterstützung durch Anita Fetz

Endlich hat es auch die Linke gemerkt. Der Nationale Finanzausgleich (NFA), den
übrigens niemand fundamental bestreitet, in seiner heutigen Ausprägung ist
fehlgeleitet und führt zum Ausbluten der finanzstarken Kantone.

Etwas Grottenschlechtes mit etwas weniger Schlechtem zu ersetzen, macht dies
noch lange nicht gut. Der NFA in seiner heutigen Ausprägung ist ein von
Nehmerkantonen (17 von 26!) dominierter, bundesstaatlich sanktionierter
Selbstbedienungsladen--um nicht zu sagen, legalisierter Raubzug--an den
Staatskassen und letztlich dem Volksvermögen der grossen Geberkantone Zürich,
Zug, Genf und Schwyz, wo die kantonalen Budgets nach teilweise bis zu vierfacher
Zunahme der NFA-Zwangsabgabe in die tiefroten Zahlen abgeglitten sind.

Liberale Politik heisst Selbstverantwortung und nicht die Suche nach
Rechtfertigungen für Umverteilung. Geberkantone unter dem Deckmantel der
Solidarität mit immer höheren Geldforderungen vorsätzlich zu schwächen, um
vom eigenen Unvermögen zu Reformen und der Jahrzehnte langen Vernachlässigung
der Fokussierung auf die eigene Standortattraktivität abzulenken und dabei
einfach den heutigen Zustand als gottgegebene und damit unverrückbare Tatsache
für die eigene Bedürftigkeit herbeizuziehen, steht im fundamentalen
Widerspruch zur liberalen Maxime der Selbstverantwortung.

Darüber hinaus ist das Überstrapazieren dieser „Solidarität“ höchst
unsolidarisch gegenüber weiten Teilen der Bevölkerung der Geberkantone. Die
Leidtragenden sind nämlich sie, die Weniger Wohlhabenden in den Geberkantonen,
die ihr Service Public Angebot den verschiedenen Sparprogrammen der Geberkantone
zum Opfer fallen sehen, während die öffentlichen Dienstleistungen und
Steuersenkungen in den Nehmerkantonen mit eben diesem Geld munter ausgebaut
werden.

Ich wünsche mir von den bürgerlichen Bundeshausfraktionen, den weitsichtigeren
linken Vertretern (Danke Frau Fetz!) sowie wirtschaftsfreundlichen „Think
Tanks“ mehr Mut zur konsequenten Bekämpfung der inhärenten Systemfehler im
NFA. Dies mag im eigenen Stand nicht immer auf uneingeschränkte Unterstützung
oder Popularität stossen. Doch ohne einen Minderheitenschutz für die
Geberkantone (quantifizierbar!) oder eine markante Zunahme der
Selbstbeschränkung bei den Nehmerkantonen lässt sich dieses Jahrhundertwerk
interkantonaler Solidarität langfristig kaum aufrechterhalten.

Aus Liebe zur Schweiz und zum freien Wettbewerb!

Dominik Zehnder, Bäch
FDP Kantonsrat SZ

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09.07.2014 18:17 | 0 Kommentare

Zum Artikel „Arth hat ein Eritreerproblem“ vom 8.7.2014

Als ich auf der Titelseite des Boten vom 8.7.2014 die Schlagzeile „Arth hat
ein Eritreerproblem“ las, war ich zutiefst schockiert. Dass der Bote versucht,
in Blick-ähnlicher Manier mit lauten Schlagzeilen und ohne genaue Überprüfung
der Hintergrundinformationen Hetze gegen Ausländer zu betreiben, hätte ich
trotz der vermehrt einseitigen Berichterstattung des Boten nicht erwartet.

Es stimmt zwar tatsächlich, dass viele Menschen aus Eritrea auf Sozialhilfe
angewiesen sind. Man sollte hierbei jedoch nicht vergessen, dass Eritrea ein
Land mit politisch chaotischen Zuständen ist und daher kein funktionierendes
öffentliches Bildungssystem vorhanden ist. Dies erschwert es Eritreern, unsere
Sprache zu lernen und sich so zu integrieren und Arbeit zu finden. Ein weiteres
Hindernis bei dieser Aufgabe ist die Skepsis, die viele Schwyzerinnen und
Schwyzer diesen Menschen entgegenbringen.

Um Probleme in der Migrationspolitik zu lösen, sind nicht restriktive
Massnahmen das richtige Mittel, sondern Bildung und Integration, beispielsweise
durch obligatorische Sprachkurse, die es Fremden erleichtern sollten, rasch in
der Schweiz Fuss zu fassen und auf eigenen Beinen stehen zu können. In dieser
Hinsicht wäre mehr Engagement von allen Seiten wünschenswert.

Noah Beeler, Vorstand JUSO Kanton Schwyz

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25.06.2014 12:27 | 0 Kommentare

Einheitskasse

Eine Umfrage des GfS hat gezeigt, dass eine Einheitskasse von der Bevölkerung
weniger Unterstützung erhält als noch vor einem Jahr. Es scheint, dass die
verlockenden jedoch illusorischen Versprechungen der Initianten eingehender
geprüft wurden. So beispielsweise die propagierten Einsparungen bei den
Verwaltungskosten. Die Verwaltungskosten machen in Wahrheit nur 5% aus, das
Kosteneinsparungspotenzial ist demnach sehr gering. Wie ein Grossteil der
Bevölkerung glaube auch ich nicht, dass eine Einheitskasse zu sinkenden
Prämien führend wurde. Stattdessen ginge die Wahlfreiheit verloren und bei
Unzufriedenheit mit der Leistung der Krankenkasse hätte man die Möglichkeit
eines Wechsels nicht mehr. Folglich wäre man als Versicherte gnadenlos
ausgeliefert. Nicht eine Einheitskasse, sondern Konkurrenz unter den
verschiedenen Krankenkassenanbieter halte ich für das richtige Rezept für
unser Gesundheitssystem. Eine Einheitskasse lehne ich entschieden ab!

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